AXEL BREE: ICH HAB‘ NOCH EINEN KOFFER IN BERLIN

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An einem Baugerüst entlang der Leipziger Straße in Berlin-Mitte prangt derzeit ein Big Banner mit der Aufschrift: SHOPPING IS COMING HOME. In westdeutschen Großstädten – mit ihren Neurosen und Ängsten – würden Frauen jetzt vielleicht sagen: „Wie? Nach Hause? Wo war das Shopping denn hin?“ Nicht so die kesse Berlinerin. Die weiß Bescheid. Sie weiß, warum die Betreiber der hier entstehenden Einkaufspassage „Leipziger Platz Quartier“ behaupten, nirgendwo sonst sei die wahre Heimat des gepflegten Einkaufens…

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Leipziger Platz um 1900: als man noch lustwandelte.

Der Leipziger Platz war – wie sein Nachbar, der Potsdamer Platz – nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und in den Jahren von Mauer und Todesstreifen, der genau hier entlang lief, eine unbebautes Brachland. Während der Potsdamer Platz schon bald nach der Wiedervereinigung im neuen Glanz im imposanten Manhattan-Style erstrahlte, wird der Leipziger Platz erst dieser Tage in seiner historischen Form wieder vollständig hergestellt – wie 1738, als der Platz nach Plänen Philipp Gerlachs, königlicher Baudirektor von Berlin, als barockes Oktogon (Achteck) erstmals angelegt wurde.

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Leipziger Platz 12: Wertheim Kaufhaus

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts und vor allem in den Goldenen Zwanzigern, der großen Blütezeit Berlins, war der Leipziger Platz Verkehrsknotenpunkt und pulsierendes Herz der Stadt. Das lag vor allem an dieser Adresse: Leipziger Platz 12. Hier stand das Wertheim Kaufhaus, das als schönstes seiner Art galt. Die Kaufhausgründer Rudolph Karstadt, Adolf Jandorf, Hermann Tietz und Georg Wertheim hatten die amerikanische Erfindung des großen, universellen Warenhauses nach Deutschland geholt. 1926 hatte Wertheim Dimensionen erreicht, die es zum größten Kaufhaus Europas machten, größer noch als Harrods in London.

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Neues Quartier: 270 Läden unter einem großen Dach.

Im Krieg zerstört, in den Fünfziger Jahren als Ruine abgetragen, blieb vom Wertheim schließlich nur noch der ehemalige Tresor übrig. Den nutzte der legendäre Techno-Club Tresor. Zuckende Leiber auf dem Dancefloor, dort wo er einst seinen Geldspeicher hatte. Gut, daß Georg Wertheim das nicht mehr erleben mußte. 2005 war auch damit Schluß Jetzt entsteht auf dem ehemaligen Wertheim-Areal ein neues Superlativ: Das Einkaufszentrum „Leipziger Platz Quartier“ öffnet Anfang 2014 mit dem größten deutschen Food-Court (!) und 270 Ladengeschäften – darunter natürlich auch BREE. Der Branchenmix besteht schwerpunktmäßig aus markenorientierten Textilgeschäften – und damit kommt das Shopping vielleicht nicht hierher nach Hause („…is coming home“), findet aber ganz bestimmt ein eindrucksvolles neues Zuhause.

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Oben links (hier noch im Modell): Berlins neues Einkaufsparadies.

Die Projektentwickler erhoffen sich eine neue Berliner Einkaufsachse vom Potsdamer Platz über den Leipziger Platz, die sich künftig bis zur Friedrichstraße durchziehen soll. Berlins städtebauliche Entwicklung ist also auch fast 25 Jahre nach dem Fall der Mauer noch lange, lange nicht abgeschlossen. Und es ist quasi selbstverständlich, daß BREE sich an diesen neuen spannenden Projekt beteiligt. Denn BREE ist nicht nur einer der traditionsreichsten und größten Lederwarenhersteller Deutschlands, sondern auch ein Einzelhändler und Filialist, der seine Points of Sales ausschließlich in ausgesuchtesten Top-Lagen sucht. So schließt man in Berlin jetzt die Filiale in den etwas in die Jahre gekommenen „Potsdamer Platz Arkaden“ und zieht 200 Meter weiter östlich in das neue “Leipziger Platz Quartier”.

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Goldig: BREE als Partner der Berliner MB Fashion Week.

Gründe für eine starke Präsenz in der Hauptstadt gibt es viele: Berlin ist Millionenstadt mit einem gigantischen Einzugsgebiet, aber auch Deutschlands Schaufenster zur Welt: „Das besondere Lebensgefühl der weltoffenen Metropole und Trend-Stadt hat sich international herumgesprochen und löst einen einzigartigen Magnetismus aus“, sagt Burkhard Kieker, Geschäftsführer der Tourismusmarketinggesellschaft Visit Berlin. Sich als deutsches Fashion-Label dem internationalen, modeaffinen Publikum auf dieser jungen, hippen Bühne zu präsentieren, steht für BREE schon lange ganz oben auf der Agenda: im spektakulären Luxuskaufhaus KaDeWe verfügt man über eine exponierte Shopping-Fläche, BREE ist in Berlin Partner der Mercedes-Benz Fashion Week, und seinen Blog thebag_official bei Instagram, der Foto-Sharing-App für Mobilgeräte, läßt das BREE-Team exklusiv in Berlin „spielen“.

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Axel Bree mit BREE Tasche. Seinen BREE Koffer hat er noch in Berlin.

Neben all‘ den Business- und Marketingaspekten gilt aber auch: Axel Bree hat noch einen Koffer in Berlin. „Es die Stadt meiner Großeltern und meines Vaters“, erzählt er, „leider mußten sie am Ende des Krieges flüchten, aber ein Stück Berliner Feeling ist in der Familie immer geblieben. Wir fühlen uns dort heimischer als anderswo.“ Seinem neuen Berliner „Kind“, dem kleinen aber feinen Shop im Erdgeschoß des „Leipziger Platz Quartier“, sieht Axel Bree mit froher Erwartung entgegen: „Jede Eröffnung dort ist immer etwas ganz besonderes.“